Willkommen im Historischen Museum De Bevelanden
Schatzkammer des beveländischen Kulturerbes
Das Museum bietet Ihnen drei Stockwerke Beveländischer Geschichte. In diesem
ehemaligen Waisenhaus führen wir Sie via die Schützen, ein überschwemmtes Dorf
und die Vergangenheit der Stadt Goes zu den Geschichten der Waisen und bekannter
Beveländer.
Auf dem Dachboden ist unter dem Namen "Zeeuws Meisje" (Mädchen aus Seeland) die
beveländische Heimattracht ausgestellt worden.
Für Kinder wurde ein Erkundungsgang angelegt. Unsere Hostessen helfen Ihnen auf
die Sprünge und beantworten gerne Ihre etwaigen Fragen.
Rauchen und Fotografieren sind verboten.
Gebäude
Das Gebäude stammt aus dem 15.Jh., als die "Zwarte Zusters" (schwarzen
Schwestern) mit dem Bau ihres Nonnenklosters anfingen. Ein Holzmuster aus dem
Balkenwerk ergibt die Datierung 1492.
Nach der Reformation wurde dieses Kloster 1628 in Gebrauch genommen als das
Waisenhaus der Stadt. Die Kapelle fungierte einige Hunderte von Jahren als
Kirche der protestantischen wallonischen Gemeinde. Im 19.Jh. wurde in der
Kapelle die Waisen- und Armenschule gegründet. Ab 1965 ist das Gebäude im
Gebrauch als Museum. 2004 ist das Museum gründlich umgebaut und im Juli 2005
neueröffnet worden.
Begane grond (Erdgeschoß)
Von dem "Bevelands Museumcafé" (Café) her treten Sie durch den Klostergang in
das Museum. Links finden Sie WC, Schließfächer, Garderobe und das Museumgeschäft.
Am Ende liegt der "Zwarte Zusters Zaal" (Saal der schwarzen Schwestern), wo die
Wanderausstellungen stattfinden. Auf der rechten Seite gehen Sie in den großen
Saal hinein, in dem Sie die erste ständige Ausstellung vorfinden.
Met Man en Macht (mit aller Macht)
Bis zur Zeit der Franzosenherrschaft hatten die Verteidiger von Stadt und Land,
Mitglieder von Bürgergarden und Schützengesellschaften, sich zusammengeschlossen.
Vier lebensgroße Gemälde und viele Attribute zeigen bis in Einzelheiten die
Geschichte der Schützengilden. Einzigartig ist, daß Sie in dieser Aufstellung
auch die Hinterseite der Gemälde betrachten können.
Via das Treppenhaus oder den Lift gehen Sie in das 1530 überschwemmte Dorf
Gobbenoord im ersten Stock hinein und finden Sie dort nachfolgende Austellungen
vor:
Blinken en Verzinken (Blinken und Versinken)
"Blinken" bezieht sich auf wogende Kornfelder, Gold und Silber, Glas und
Porzellan, wertvolle Bücher usw. "Verzinken" verweist auf die ärmlichen
Überreste von damals blühenden Dörfern sowie auf Topfscherben, Metallfunde,
Knochen, Ziegelsteine und Glasscherben.
Waar Wezen Waren (wo Waisen waren)
Dunkel, kalt und einsam. So muß es für die Waisen gewesen sein, die hier
aufgefangen wurden. Setzen Sie sich bitte einen Augenblick hin und hören Sie
sich die Geschichten an.
Stadsgeschiedenis (Stadtgeschichte)
Die Ausstellung "Stadsgeschiedenis" (Geschichte der Stadt Goes) datiert seit
Oktober 2006.
Im 9.Jh. läßt sich eine Gruppe Schafhirten an einer Bucht, "Korte Gos" genannt,
nieder. Sie errichten da ihre Hütten. Namhafte Familien lassen einen Schloßhügel
aufwerfen und bekommen die Gewalt über das Dorf an der Bucht. Sie werden
"ambachtsheer" (Herr eines alten regionalen Verwaltungsbezirks, Herrlichkeit
oder Herrschaft genannt) des Dorfes Goes, das inzwischen ausgewachsen und
günstig am Wasser gelegen, als Hafen mit Zollrecht nach und nach an Bedeutung
gewinnt.
Zeeuws Meisje (Mädchen aus Seeland)
Wieder via das Treppenhaus oder den Lift (Druckknopf 3) landen Sie im
Dachgeschoß, wo die reichhaltige Heimattrachtausstellung Zeeuws Meisje (Mädchen
aus Seeland) ihren Platz gefunden hat. Die sorgfältig erhaltenen Trachten
der Bevelanden zeigen den Kleidungsstil der letzten 150 Jahre. Wie die
beveländische Tracht sich entwickelte, wie sich die Trachten von Protestanten
und Katholiken immer stärker unterschieden, woher die Rohstoffe für Kleidung und
Schmuck stammten, und wie die Tracht allmählich verschwand, das alles macht uns
die lebensechte Aufstellung deutlich. Mehrere Filmchen enthalten Interviews mit
(ehemaligen) Trägerinnen und zeigen uns das damalige Straßenbild.
Zurück in dem Café können Sie Ihre soeben gesammelten Eindrücke nochmals
genießen bei einer Tasse Kaffee und einem köstlichen Stück Apfeltorte. Auch sind
hier interessante Bücher und Broschüren erhältlich. Die Vitrinen bieten Platz
für kurzfristige Mini-Ausstellungen. Im Gästebuch lesen wir gerne Ihre Reaktion.

